Brainblitzer #7: Gedankenspiel zu einem Mashup von Realtimemarketing, Contentmarketing und Sponsoring.

wueste

„Napoleon and His General Military Staff in Egypt“, Jean Leon Gerome, 1867

Mashable hat zum Jahreswechsel in der Flut der Jahresausblicke ganz trefflich die relevantesten Social Media Trends des neuen Jahres beschrieben (hier via dailymuse.com). Mashable blickt dabei insbesondere nochmals voraus auf Realtime Marketing. Ein Thema, das ja bereits im letzten Jahr prognostiziet wurde und mit diversen Posts und Beispielen rund um den Superbowl im Verlauf des letzten Jahres nochmals an Relevanz und Fahrt zu gewinnen schien (vgl. die wunderbare OREO-Daily-Twist-Kampagne aus 2013).

Natürlich ist Livemarketing kein wirklich neues Ding, auch ich habe bereits diverse Echzeit-Dialog-Projekte konzipiert und begleitet, in denen live auf eigenen Plattfomrnen User mit Marken interagieren konnten (u.a. den IAA-Livetalk). Aktuell beschreibt der Trend aber landläufig eher das bewußte und unmittelbare Amplifizieren von ganz aktuellen und gerade eben „passierten“ Themen, die die Welt, v.a. aber die TV-Seherschaft bewegt – eine Seherschaft, die nur noch mit einem Auge zuguckt, das andere klebt auf Devices und Pads auf dem Schoß und dem Twitterstream als Puls. Da kommt heuer sicherlich einiges auf uns zu. Die Winterspiele von Sotchi werden eher kein Thema sein, die Fussball-WM schon eher. Spannend zu sehen, wie Marken diesen Anlaß für Realtime-Kommunikation nutzen werden und wie die „War Rooms“ und ihre übernachtigten Kampagnen-Generalstäbe der Markenteams auf ihre Chancen harren werden. BTW: Hat irgendeine Marke in Deutschland aktuell irgendwie was Realtimiges zum laufenden Dschungelcamp gemacht?

Zurück zu Mashable: Die Redaktion meint, dass es für Marken zunehmend interessant sein könnten, wenn sie Handlungen und Inhalte von massenrelevanten Events und Themen inhaltlich bereits im Vorfeld (also quasi „predicitive“) kennen würden, um eben jenseits spontaner Aktivitäten ganze kleine Kampagnen drumrumstricken könnten. Ein interessanter Gedanke, der sich sicherlich auch primär auf Inhalte, die in „Good Ole TV“ gespielt werden, bezieht. Man stelle sich nur vor, Content-Realtime-Marketer hätten vor der verstörenden Folge Bluthochzeit auf „Game Of Thrones“ oder einem wie auch immer gearteten Staffelfinale auf eben diese Events kreativ entwicklen können.

Insofern stellt sich schnell die Frage, ob nicht schon bald schon Presenterships und klassische Sponsorings  neue entsprechende Leistungsbausteine erhalten werden. Oder ob gar neue Content Insight- oder predictive-basierte Sponsoringformen entstehen könnten, die es Markenführenden und Kreativen ermöglichen, im Vorfeld von Event inhaltlich Bescheid zu wissen und ihre eigene Micro-Kampagnen-Planung rund um solche Formate zu stricken. Richtig „fullscale“ könnte es dann werden, wenn Marken erstens Formate und Contents präsentieren, zweitens mit ihren Produkten entsprechend geplacet sind und drittens zudem noch parallel auf inhaltlicher Ebene auf den gesponsorten Content in Reatime eingehen. Und so Sponsoring in Zeiten von Content Marketing und Storytelling mit Realtime-Marketing in einen potentiell sonoren und eingetlich rund klingenen Zukunfts-Dreiklang bringen. Gong…

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