Marco-Polo-Marketing: Vom digitalen China lernen heisst siegen lernen.

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Marco Polo vor Kublai Khan, Tranquillo Tremona (1859)

China ist sicher das dominierende Thema, wenn es um wirtschaftliche Themen und Outlooks geht. Vor einigen Wochen erschien in der FAS ein sehr kritischer Artikel, der dem Reich der Mitte fast schon neoimperialisitische, wenn auch staatskapitalisitische Weltunterwerfungsambitionen attestierte. Mao würde sich ein wenig im Grabe umdrehen, dann aber doch beruhigt wieder hinlegen – Weltrevolution über Staatskapitalismus quasi. Den spannenden Artikel findet Ihr hier: „Chinas Weg zur Weltherrschaft“ (FAZ.net, 01/2018).

 

Auch für Marketer und Marken ist China ein wichtiges Thema, vulgo: vielleicht der  zentrale Absatzmarkt. Auch wenn es manchmal dann doch beschämt, wie manche deshalb zu Kreuze kriechen (Daimler & der Dalaim Lama) oder die DFL – ambitionierte Digital-Marketer blicken regelmäßig nach China und lassen sich von den Themen und Ideen und Plattforme inspirieren. Ich habe vor einigen Monaten in einer Trendpräsentation zum Thema Conversational Commerce und WeChat ein paar Blogs und Websites gefunden und neulich aktualisiert:

Vielleicht eine ganz interessante Soja-Würze für Eure Bloglists und Leserollen? Viel Spaß damit.

Amazon Dash: Richtig gutes Contentmarketing wurzelt in Produktmarketing und echter Innovation

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„President Lincoln, writing the proclamation of freedom“, n.n., 1884

Storytelling, Contentmarketing und  Native Advertising  sind ja momentan in aller Marketing-Munde. Viele Marken versuchen auf Biegen und Brechen, ihre Erfolgsposition mit Inhalten, Formaten und Dialogangeboten, die sie „immer schön aus dem Markenkern raus“ erzählen, zu untermauern. Meine beiden Söhne lieben Geschichten, ich erzähle Ihnen gerne welche und lese auch viel vor – irgendwann ist aber  mit zarten 4 Jahren die Aufmerksamkeit der beiden Buben aufgebraucht. Weiterlesen

Kritsche Reflektion der FAS: „Die Shareconomy ist nichts anderes als die totale Dienstleistungsgesellschaft“

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„Emmaus, Christus beim Brotbrechen“, Pier Leone Ghezzi, ca. 1711

Die FAS war kurz vor Weihnachten wieder ein prima Sonntagslesegenuß mit vielen Highlights, u.a. dem differenzierten „Backup“ für den vielgescholtenen Versender Amazon (Ausnahme im Blatt: Der Sportaufmacher zum FCB und Gerlands „Was ich sehe, ist ein Genuss“). Auch wenn ich hier eher ungern reine Leseempfehlungen poste: Ein Artikel ist es besonders wert, beleuchtet der doch die Sharing Economy einmal bei aller Euphorie etwas kritischer. Und FAS-untypisch „sozialreflektiv“.

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Brainblitzer #7: Lovebrand! Hatebrand?

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„Do the right thing“, Spike Lee, 1989

Irgendwie sehr „disruptiv“, wie der „große“ FC Bayern aktuell rüberkommt. Innerhalb von zwei, drei Tagen dominiert die Marke die Medien mit zwei sehr unschönen Themen. Präsident Steuersünder, die Konkurrenz aus Dortmund über Transfer Götze doppelt geschwächt. Beide Themenfelder kennen wir auch aus der weiten Welt der Wirtschaft, entfernt sind das so ähnliche Dinge wie Offshore-Präsenzen, „unfriendly takeovers“, wettbewerbsorientiertes Management etc. pp. Wer mich kennt weiß, wie sehr ich das Gebaren des FCB seit drei Jahrzehnten kritisiere, vielleicht auch immer mit einer neidischen Note als VfB-Stuttgart-Fan. Dennoch: Nicht schlecht, wie der Club gestern den (aber auch sehr schwachen) FC Barcelona besiegt hat. Die eigentliche faktische Produktleistung der Marke FCB stimmt also gerade.  Und in der Republik drückt wohl die Hälfte der Fussballfreunde den Münchenern die Daumen.

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Telekom drosselt DSL. Andere werden folgen. Marken müssen sich wappnen.

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„HMS Kent – A Meeting of East and West“, Roger. H. Middlebrock, 1933

Heute ging über die Ticker, was sich seit einigen Tagen schon angedeutet hat (u.a. S. Lobo im Spiegel): Die Telekom spielt den Vorreiter und wird für alle DSL-Neukunden den Zugangsspeed ab einer definierten Down-/Upload-Menge drosseln. Andere Anbieter werden folgen; jetzt kommt also Fahrt in die Umsetzung der alten Diskussion, dass das Web zunehmend aufgrund erhöhtem Datenverkehr an seine „Kappa-Grenzen“ gerät. Netzneutralität hin oder her – auch Markenführende müssen sich diesem Thema stellen.

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„Consumers create more brand stories than we do.“ / Coca-Cola Content Strategy 2020

Einige meiner Postings und Tweets drehen sich hier ja um das Marketing-Thema 2013 schlechthin: Content Marketing (ich ergänze hierbei immer den „Context“, weil ich es für wichtig erachte, dass Contents in mobilen Zeiten auch immer zur jeweiligen Nutzungsituation passen können). Anyway: Ein wesentlicher Aspekt des Themas ist der „Abnehmer“ von Content, der Inhalte und Stories weitertreibt. Und da passt das obige Zitat natürlich wunderbar. Entnommen aus einem ebenso wunderbaren Illustrationsfilm von Coca-Cola, der ganz offen und transparent die Coke-Strategie offenlegt, gleichzeitig aber auch das Thema brillant (wenn auch etwas selbstverliebt) erklärt und enorm anregend ist. Achtung, zweiten Teil des Vids nicht verpassen!

Brainblitzer#3: Marken werden Software, Software zum Markentreiber?

Was prägt die Wahrnehmung und den Glanz und die Begehrlichkeit einer “Brand” am meisten? Richtig. Die eigentliche, direkte und unmittelbare Erfahrung, die man mit den Produkt oder der Dienstleistung an sich macht. Dies gilt für physische Prestigegüter ebenso wie für flüchtige Webservices: Researches und „Kliniken“ in der Autoindustrie haben bspw. bei den Ringen in Ingolstadt in den 00er Jahren immer wieder belegt, dass Kaufabsicht durch Produktkontakt mit dem sehr wertigen und anmutigen Interieur der Audis deutlich steigen kann (und die für Wettbewerber sinkt). Weiterlesen