„Entrepreneurial Porn“: Hollywood, Wallstreet, Silicon Valley?

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Konföderiertes U-Boot „H.L. Hunley“, Conrad Wise Champan (1863)

Überall Entrepreneure? Aktuell buhlen unzählige Startups um unsere Aufmerksamkeit. Fast jeder Werbeblock im Fernsehen wird von den Vermarktern (wohl mangels alternativer zahlender Kundschaft) mit mindestens einem Spot für einen webbasierten Service gefüllt. Nach den vielen Partnervermittlungs- und Spielebuden-Promos sind aktuell Vergleichsportale, Kreditunternehmen und Online-Fitness-Studios tres en vogue. Und immer mehr von den gezeigten „Innovationen“ haben weniger ein stark transaktionsgetriebenens Geschäftsmodell (mitsamt gut verrechenbarer Provisionierung), sondern fast schon long-tail-hafte „Freemium“-Ansätze. Ein Alarmzeichen? Weiterlesen

Realtime Analytics: Fastcompanys Traffic-Cockpit

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Der Herzog von Marlborough während der Schlacht, Gemälde von Jan van Huchtenburg (n.n.)

Ein nicht ganz taufrisches Fundstück, gut abgehangen, aus der Kategorie Datenvisualisierung und neue Interfaces: Fastcompany visualisiert den eigenen Website-Traffic über eine großformatige Monitorwand. Interessanter Clou: Die Steuerung erfolgt über eine XBox-Kinext-Gestensteuerungsunit. Im Stile dieses einen Filmes – Ihr wißt schon . Ich gestehe: Dieses Beispiel archiviere ich auch der Vollständigkeit halber, habe ich doch ein Faible für gut gemachte Online-Cockpits und -Kommandostände (vgl. auch hier). Und klar: Wer den Überblick über Big Data-Vorhaben und die Schlacht um Aufmerksamkeit, den Kunden und seine Präferenzen behalten möchte, braucht auch: den digitalen „Feldherrnhügel“.

Kritsche Reflektion der FAS: „Die Shareconomy ist nichts anderes als die totale Dienstleistungsgesellschaft“

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„Emmaus, Christus beim Brotbrechen“, Pier Leone Ghezzi, ca. 1711

Die FAS war kurz vor Weihnachten wieder ein prima Sonntagslesegenuß mit vielen Highlights, u.a. dem differenzierten „Backup“ für den vielgescholtenen Versender Amazon (Ausnahme im Blatt: Der Sportaufmacher zum FCB und Gerlands „Was ich sehe, ist ein Genuss“). Auch wenn ich hier eher ungern reine Leseempfehlungen poste: Ein Artikel ist es besonders wert, beleuchtet der doch die Sharing Economy einmal bei aller Euphorie etwas kritischer. Und FAS-untypisch „sozialreflektiv“.

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„Was guckst Du?“: Youtube Trends Dashboard mit interessanten Insights zu „Hot Clips“ des Tages

The Tea-Tax Tempest, or the Anglo-American Revolution.' English cartoon by W. Humphreys, 1783, after the 1778 original, referring the the Boston Tea Party of 1773

„The Tea Tax Tempest, Laterna Magica“, W. Humphreys, 1783

Eine ganz nette Ressource, die einen Einblick in die beliebtesten Youtube-Videos des Tages gewährt: Das You Tube Trends Dashboard. Besonders spannend: Die Möglichkeit, verschiedene grobe Soziodemographien zu vergleichen. Das scheint auch ganz gut zu passen: Bei älteren Damen ist der aktuell gelungene Mama-Spot von Nivea top, während es bei Jungs im Teen-Alter irgendwelche Rapper-Diss-Tracks sind. In Deutschland, wohlgemerkt – das Tool erlaubt den Vergleich von bis zu drei Anfragen und auch die Aussteuerung nach Ländern. Relativ einfach zu vergleichen ist also die inhaltliche „Ausrichtung“ von Youtube-Kids in bspw. USA, Deutschland und Frankreich. Eine ebenfalls gutes Gefühl für Traffic und Views gibt das Tool ebenfalls her, genauso ganz spannende Insights, welche Markenclips es tatsächlich schaffen, in´s Relevant Youtube Set zu gelangen (wobei unklar ist, welche Media-Power dahinter steckt). Egal: Das Dashboard-Tool gehört auf die Liste „Useful Online Ressources for Live Planning Insights“.

Brainblitzer #7: Lovebrand! Hatebrand?

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„Do the right thing“, Spike Lee, 1989

Irgendwie sehr „disruptiv“, wie der „große“ FC Bayern aktuell rüberkommt. Innerhalb von zwei, drei Tagen dominiert die Marke die Medien mit zwei sehr unschönen Themen. Präsident Steuersünder, die Konkurrenz aus Dortmund über Transfer Götze doppelt geschwächt. Beide Themenfelder kennen wir auch aus der weiten Welt der Wirtschaft, entfernt sind das so ähnliche Dinge wie Offshore-Präsenzen, „unfriendly takeovers“, wettbewerbsorientiertes Management etc. pp. Wer mich kennt weiß, wie sehr ich das Gebaren des FCB seit drei Jahrzehnten kritisiere, vielleicht auch immer mit einer neidischen Note als VfB-Stuttgart-Fan. Dennoch: Nicht schlecht, wie der Club gestern den (aber auch sehr schwachen) FC Barcelona besiegt hat. Die eigentliche faktische Produktleistung der Marke FCB stimmt also gerade.  Und in der Republik drückt wohl die Hälfte der Fussballfreunde den Münchenern die Daumen.

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Automobile Werbemottenkiste: Warum die 80er-Jahre-Panda-Kampagne noch heute Relevanz hat

Ich bin neulich über eine Galerie von Print-Werbesujets diverser Autohersteller aus den 80er Jahren gestolpert, u.a. mit einem Motiv der „Tollen Kiste“-Kampagne von FIAT. Heute ist diese Kampagne Werbehistorie, auch wenn die Anzeigenmotive aktuell fast schon wieder modern anmuten: Lange Copy, realistische Produktshots, gut getextete Headlines sowie inhaltlich stark nutzenorientierte Argumentation, overall also sehr „authentisch“. „Back in the days“ war die Kampagne bahnbrechend, gerade weil sie mit gängigen Autowerbeklischees brach. Weiterlesen

smart fortwo Spot Geländewagen: „Twinkle in the eye at its best“

Nach Vor-Oster-Resturlaubs-Break zum Warmwerden und Rückgrooven ein gefälliger und guter Spot aus dem Automotive-Umfeld: Die Böblinger smart-Jungs und Mädels (wichtige Ergänzung, an der Spitze steht ja eine Sie) machen derzeit hinsichtlich Marketingkommunikation einen ganz guten und stringenten Job. Ich erinnere mich an futuristische Szenarien und den kongenialen „unschlagbar parkbar“-Spot, der uns „Time to say goodbye“ über Parkpeeper vorspielt (hier nochmals). Voila nun der neueste Wurf, der erneut die Suitability des smart fortwos für Städte aufzeigt.

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