Salut auf ein kreatives, innovatives, ideenreiches 2014!

(c) Timothy Franklin Ross Thompson; Supplied by The Public Catalogue Foundation


„Squadron off Nargue Island, Vice-Admiral Saumarez and His Flagship ‚Victory‘ Giving a Seven-Gun Salute to the Swedish Brig-Sloop ‚Rose‘ with Baron Platen“, Timothy Franklin Ross Thompsonhreys, 1783

Nach diversen sehr interessanten und guten Erkenntnissen aus den Predictive Analytics-Ritualen an Sylvester (a.k.a. „Bleigießen“) steht fest: Das neue Jahr wird mindestens doppelt so gut wie 2013. Versprochen! Allen Lesern und Freunden alles Gute und viel Spaß mit den ca. 525.000 Minuten im neuen Jahr (auch eine interessante Interpretation von Big Data, diese Zahl).

Zum Jahresstart eine aufgewärmte Idee aus dem letzten August, die vielleicht mein Favorite des vergangenen Jahres war: Sie ist „simple“, „stupid“ und dazu noch „sustainable“. Was sie aber besonders schön macht: Sie ist herrlich undigital. Und verdammt nützlich, setzt sie doch auf einem uns allen sehr bekannten Insight auf: Steigender Puls, wachsende Hektik, Kurbelei und Wenderei und manchmal Blechschaden beim Parkplatzsuchen auf Großparkplätzen… Aber seht selbst:

Props an meinen Ex-Kollegen Marian (@marian: all the best for 2014!) für dieses Fundstück. Sein Blog DIGIwow liefert täglich wirklich inspirierende Pieces aus der Wunderwelt des Digitalen und ist highly recommended!

Brainblitzer #6: Wer beisst beim vermeintlichen „Teilen“ vielleicht ins Gras?

franzosen

„Die Rückkehr der Franzosen aus Russland“, Antoine-Jean Gros, ca. 1820

Mit großem Interesse verfolgen wir in unserer Branche ja gerade Aufkommen der Sharing-Economy. Die diesjährige Cebit stand unter diesem Stern,  die brand eins titelte, und Sharing war ja bislang im Kontext von Content ein Megathema. Erstaunlich nun, wie AirBnB abgeht, Car2Go Erfolge feiert, Uber in USA schnell Fahrt aufnimmt. Allen gemein: Sie scheinen sich zu rechnen. Interessant, wenn irgendwelche Freunde, denen du´s nie zugetraut hättest, jetzt mit Aibnb nach NYC reisen. Und man sich selbst dabei ertappt, statt nen neuen Rasenvertikutierer bei Amazon zu klicken, man eher auf Tool-/Gear-Sharing- und Nachbarschaftseiten geht (dann aber wieder abdreht und den Rasen unvertikutiert läßt, da das Angebot dann doch noch zu mager erscheint).

Schneller Gedanke dazu: Noch fehlt natürlich der Big-Scale-Beweis, dass sich diese Art des ressourcenschonenden Wirtschaftens sich auch wirklich  rechnet. Viel drängender sicherlich die Fragestellungen, wer profitiert und wer weniger. Denn es häufen sich die Meldungen, dass es da durchaus Kollateralschäden gibt und dunkle Seiten, die nicht zwingend so schön sind. In Berlin scheinen aktuell 50 Tsd. Wohnungen lerrzustehen bzw. als Couchsurfing- oder AirBnB-(Ferien)-Wohnungen vermietet zu werden. Die fehlen natürlich auch dem Wohungsmarkt. Und die US-Guys von Uber Cars spüren gerade den Zorn von vorwiegend Latino-Taxifahrern in LA, die beklagen, dass Uber-Chaffeure mit ihren Privat-Limos ihnen massiv Kunden wegnschnappen. Und ihnen den Lebensunterhalt vermiesen. Das könnte so ähnlich für alle Arten von eher sozial schwachen Hotelbediensteten gelten, falls sich die Zahlen von AirBnB als echt herausstellen, die davon ausgehen, dass bis zu 20% aller NYC-Übernachtungen schon über „Air“ gehen. Gefühlt zahlen also nach ersten schnellen Gedanken die Menschen in den kurz skizzierten Fällen drauf, die eher nichts haben und sozial schwach sind. Fragt sich am Ende dann auch, was denn ünberhaupt geteilt wird. Oder ob „teilen“ und „sharen“ hier nur als Begriffe verdecken, dass es letzten Endes um „Kohle machen“ geht (und man sein teuer finanziertes Haus so doppelt gut abzahlen kann).

„Was guckst Du?“: Youtube Trends Dashboard mit interessanten Insights zu „Hot Clips“ des Tages

The Tea-Tax Tempest, or the Anglo-American Revolution.' English cartoon by W. Humphreys, 1783, after the 1778 original, referring the the Boston Tea Party of 1773

„The Tea Tax Tempest, Laterna Magica“, W. Humphreys, 1783

Eine ganz nette Ressource, die einen Einblick in die beliebtesten Youtube-Videos des Tages gewährt: Das You Tube Trends Dashboard. Besonders spannend: Die Möglichkeit, verschiedene grobe Soziodemographien zu vergleichen. Das scheint auch ganz gut zu passen: Bei älteren Damen ist der aktuell gelungene Mama-Spot von Nivea top, während es bei Jungs im Teen-Alter irgendwelche Rapper-Diss-Tracks sind. In Deutschland, wohlgemerkt – das Tool erlaubt den Vergleich von bis zu drei Anfragen und auch die Aussteuerung nach Ländern. Relativ einfach zu vergleichen ist also die inhaltliche „Ausrichtung“ von Youtube-Kids in bspw. USA, Deutschland und Frankreich. Eine ebenfalls gutes Gefühl für Traffic und Views gibt das Tool ebenfalls her, genauso ganz spannende Insights, welche Markenclips es tatsächlich schaffen, in´s Relevant Youtube Set zu gelangen (wobei unklar ist, welche Media-Power dahinter steckt). Egal: Das Dashboard-Tool gehört auf die Liste „Useful Online Ressources for Live Planning Insights“.

„Brush up your visualisation skills, Vol. I“ – Berkeley-Vorlesung zu Digramm-Basics

Wer immer wieder mal vor der Aufgabe steht, Daten zu visualisieren, und zwar in Excel- oder PPT-Diagrammen freut sich über dieses PDF: Es zeigt im schnellen Ritt nochmals alle möglichen Visualisierungstechniken und -formen für unterschiedlichste Einsatzformen auf. Für mich der „Nugget“: Eine sehr gut gemachte Übersicht inder Mitte des Dokuments als Entscheidungshilfe, welche Art von Visualisierung „den Job tut“. Zu den Slides, die im Rahmen einer Vorlesung „Introduction to Data Science“ gehalten wurden; wer dazu noch das Video möchte: Bitte PN an mich oder Kommentar unten.

Social-Enterprise-Projekt „Strategie erleben“ für Daimler: Award für innovative Idee

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Startseite des Intranet-Portals zur Konzernstrategie der DAG 2012

Highfive an Team und Kunde! Ich bin stolz im Team von Scholz & Volkmer das Projekt „Strategie erleben im Intranet“ mitgerockt zu haben – das Baby wurde jetzt mit einer Auszeichung und einer Bronze-Medaille beim BoB-Award (B2B) ausgezeichnet. Zurecht: Die Plattform ermöglicht es 250.000 Daimleranern, sich interaktiv udn kurzweilig mit „ihrer“ Corporate Strategy auseinanderzusetzen (ohne langweilige Powerpoints wälzen zu müssen). Die Fachpresse berichtete (Werben & Verkaufen, One-to-one), das Team freut sich – Glückwunsch und Danke an einen tollen Kunden, der intensiv mitgewirkt hat.

Konsumtrend „Everyday exceptional“: Jede Menge Feieranläße für aufgeschaltete Marken

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„Canadians Passing in Front of the Arc de Triomphe, Paris“, Alfred Bastien, 1918

Interessant, wie der diesjährige Superbowl in der Marketingszene rezipiert wurde. Und wie gleich darauf die Oscar-Verleihung ebenfalls in den Focus der Marketer geriet. Oreos und Co.  lassen grüßen, Realtime-Marketing als Metatrend. Die Tatsache, dass heutige Alltags- und Konsumwelten ganz stark vom bewußten „Feiern wollen auf Teufel komm raus“ ist jedoch in diesem Kontext mindestens so spannend. Weiterlesen